„Zeyerner Satzung“ verabschiedet

Am 19. und 20. April fand in Zeyern der so genannte „Frankenwaldtag“, die Jahreshauptversammlung des Hauptvereins, im Gasthaus Partheimüller statt. 48 Ortsgruppen hatten ihre Vertreter entsandt, um das vergangene Jahr abzuschließen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Einer der Höhepunkte war die Verabschiedung der neuen Satzung des Vereins, die nach Meinung des Hauptvorsitzenden Robert Strobel als die „Zeyerner Satzung“ in die Geschichte eingehen wird. Sie enthält einige notwenige Aktualisierungen der seit zirka zwanzig Jahren nicht mehr überarbeiteten Satzung des Frankenwaldvereins.

In seinen Bericht sprach der Hauptvorsitzenden zunächst über das Thema „Qualitätswanderregion Frankenwald“. Strobel zufolge müsse der Frankenwaldverein „noch viel in Bewegung setzen“, um die Einrichtung der angestrebten Qualitätswanderregion im Frankenwald zu erreichen. Die Weichen seien weitestgehend gestellt, aber es müsse noch ein Millionenbetrag aufgewandt werden, um die vorgegebenen Kriterien  zu erfüllen. Der Naturpark Frankenwald, der Frankenwaldverein und Frankenwald-Tourismus seien die Maßnahmenträger, die für die Bereitstellung der notwendigen Mittel sorgten. Die Hauptlast der Arbeit liege jedoch bei den Ortsgruppen. Strobel dankte vor allem den Wegewarten für ihr Engagement.  In drei Jahren seien die erforderlichen Maßnahmen hoffentlich abgeschlossen und die Qualitätswanderregion eingerichtet. Die Qualitätswanderregion Frankenwald sei dann die einzige geschlossene Wanderregion in Deutschland, die dieses Siegel trage.

Ein weiteres Thema, das Strobel ansprach, war die seit zirka drei Jahren wieder neu aufgenommene Köhlerei im Thiemitztal. Dies sei eine einmalige Möglichkeit, den Gästen zu zeigen, wie die Köhlerei in früheren Zeiten betrieben worden sei. Mittlerweile sie es gelungen, für eine solide Finanzierung des Projekts zu sorgen, so dass dieser Anziehungspunkt für Touristen weiter betrieben werden könne.

Auch das Dauerthema Windkraftanlagen sprach Strobel an. Er betonte, dass der Frankenwaldverein bereits 1995 festgelegt habe, dass man sich nicht grundsätzlich gegen die Nutzung der Windenergie ausspreche, dass aber Windkraftanlagen in landschaftlich sensiblen Gebieten nichts verloren hätten. Mittlerweile sei er ziemlich zuversichtlich, dass die Höhen des Frankenwaldes frei bleiben werden. Die Landkreise seien gegenüber den Wünschen und Anträgen des Frankenwaldvereins sehr offen.

Weiterhin seien die Ortsgruppen mit Wanderheimen auf eine rechtlich bessere Basis gestellt worden. Die Änderung betrifft Ortsgruppen, die Wanderheime auf Grund und Boden des Hauptvereins errichtet haben. Sollte sich der Hauptverein nun eines Tages auflösen, sei nun vertraglich sichergestellt, dass diese Ortsgruppen den Baugrund zum dem Preis erwerben könnten, der zum Zeitpunkt der Errichtung des Wanderheimes gültig gewesen sei.

Auf Antrag unseres Obmanns Werner Hempfling stimmte die Versammlung folgender Änderung der Familien-Mitgliedschaften zu: Bisher mussten Jugendliche, sobald sie volljährig wurden, den vollen Mitgliedsbeitrag entrichten, unabhängig davon, ob sie bereits über ein eigenes Einkommen verfügten oder nicht. Nun können jugendliche Familienmitglieder, die sich noch in einer Ausbildung befinden, so lange über die Familienmitgliedschaft Mitglied des Frankenwaldvereins blieben, bis die Ausbildung beendet ist.

Bei den abschließenden Ehrungen wurde auch unsere Angelika Muschick mit dem Ehrenzeichen in Gold ausgezeichnet. Strobel würdigte insbesondere ihre 35-jährige Mitgliedschaft in der Gesangsgruppe und ihre langjährige, verantwortungsvolle Arbeit als Schriftführerin der Ortsgruppe Zeyern. Seit 1994 übt sie dieses Amt aus.

Der nächste Frankenwaldtag wird am 4. und 5. Mai 2014 in Grafengehaig stattfinden.

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